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Parameter für den Produktschutz

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Egal ob Lebensmittel, Arzneimittel oder Kosmetika, all diese Warengruppen stellen hohe Anforderungen an ihre Verpackungen. Ob eine Verpackung alle notwendigen Parameter erfüllt, kann durch Prüfungen festgestellt werden. Was dabei zu beachten ist, weiß Dr. Michael Washüttl, Leiter Verpackung & Lebensmittel am OFI, dem größten Prüf- und Forschungsinstitut im ACR-Verbund.

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Wenn ich ein Produkt kaufe, habe ich eine bestimmte Erwartungshaltung. Bei einem verpackten Lebensmittel erwarte ich einen bestimmten Geruch und ein bestimmtes Aussehen, wenn ich die Verpackung öffne. Und vor allem freue ich mich auf ein bestimmtes Geschmackserlebnis.

Ob diese Erwartungen erfüllt werden, hängt nicht nur unmittelbar mit der Qualität der Ware per se zusammen, sondern auch damit, ob es gelungen ist, diese Qualität bis zum Verzehr zu erhalten. Unterschiedliche Komponenten wie Transport, Kühlung oder Lagerung tragen hierzu ihren Teil bei; eine besonders wichtige Rolle nimmt die Verpackung ein. Auch wenn sie heute viele zusätzliche Aufgaben übernimmt, ihre zentrale Aufgabe ist der Produktschutz.

Gemeinsame Basis

Die Qualitätsstandards in Österreich sind hoch. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette gibt es rechtliche Rahmenbedingungen, wie Standards, Richtlinien und Normen, die die Basis für eine einheitlich definierte Qualitätssicherung bilden und so Verbraucher nachhaltig schützen. Von nachvollziehbarer Verpackungssicherheit und effizienten Prozessabläufen profitieren aber nicht nur die Konsumenten, sondern auch Abpacker, Verpackungsmittelhersteller, Vorlieferanten und Handelsunternehmen gleichermaßen.

Durch dieses gemeinsame Qualitätsverständnis gelingt es, Risiken, die zu einer Gesundheitsgefährdung führen könnten, frühzeitig zu erkennen und wirksame Präventionsmaßnahmen zu treffen. Erfüllt man die spezifischen Anforderungskriterien von Standards und Normen, kann Verpackungsmängeln und Schadensfällen gezielt vorgebeugt werden. Damit werden auch Kundenreklamationen und damit in Zusammenhang stehende Folgekosten vermieden.

Materialien charakterisieren

So unterschiedlich die Waren sind, so unterschiedlich sind ihre Ansprüche an Verpackungen. Für ein Produkt mag eine Lösung ideal sein, für ein anderes ist sie nicht ausreichend. Prüfungen des Materials, seiner Zusammensetzung und möglicher Wechselwirkungen mit dem verpackten Gut, geben Aufschluss darüber, ob eine Verpackungslösung passend ist oder optimiert werden muss.

Was bedeutet das konkret? Ein Unternehmen möchte ein neues Produkt auf den Markt bringen, und ist noch auf der Suche nach der idealen Verpackung dafür. Diese soll natürlich nicht nur das Produkt schützen, sondern auch die Marke vermitteln und möglichst kostengünstig produziert werden können. Gemeinsam mit Verpackungsdesignern und Verpackungsproduzenten entwickelt man erste Vorstellungen – und lässt diese dann von einem unabhängigen Dritten, wie dem OFI, prüfen.
Geprüft werden können nicht nur Monomaterialien, wie sie bei den meisten Getränkeflaschen aus Kunststoff im Einsatz sind, sondern auch Verbundmaterialien, bei denen aus verschiedenen Werkstoffen eine Verpackungslösung entsteht. Dazu steht uns am OFI eine breite Palette an Analysemöglichkeiten zur Verfügung. Diese reicht von chemischen und physikalischen Prüfungen, über mechanische Tests bis zu lichtmikroskopischen oder mikrobiologischen Analysen.

Gerade bei der Untersuchung von Verbundmaterialien sind häufig Thermoanalytik und FTIR im Einsatz. Mit diesen Methoden gelingt es die einzelnen Materialien im Verbund aufzudröseln. So kann man jede Schicht extra analysieren und erkennen woraus sich das Verpackungsmaterial tatsächlich zusammensetzt. Das ist nicht nur bei der Entwicklung neuer Verpackungen interessant, sondern auch beim Verdacht auf Fremdmaterialeinschlüsse beziehungsweise generell bei Schadensanalysen bereits am Markt befindlicher Produkte.

Auch wenn nach hohen Qualitätsstandards gearbeitet wird, kann es passieren, dass Mängel auftreten. Dann soll eine Schadensanalyse Aufschluss darüber geben, wo und warum der Schaden entstanden ist. Erst danach kann bewertet werden, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder eine ganze Charge betroffen ist.

Prävention empfohlen

Die Suche nach der Ursache bei Schadensfällen gestaltet sich oftmals schwierig. Bereits eine kleinste Rezepturänderung bei einem Lieferanten kann zu einer Veränderung der gesamten Verpackungsstruktur führen. Da Schadensfälle unerwartet auftreten, kommt es vor, dass zu wenig Rückstellmuster für Untersuchungen vorhanden sind, und es sich nur schwer feststellen lässt, wie hoch die Anzahl der betroffenen Waren ist, weil keine Referenzmuster vorhanden sind. Neben den Herausforderungen, die Schadensanalysen mit sich bringen, verschlingen sie auch Unsummen an (unerwarteten) Kosten.
Verpackungen sollten immer wieder hinsichtlich Aufbau, Zusammensetzung und Funktion in Abstimmung mit dem benötigten Produktschutz und dem aktuellen Stand der Technik überprüft und gegebenenfalls optimiert werden. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich die wichtigsten Parameter für die Verpackung zu definieren und im Idealfall gemeinsam mit Lieferanten, Abpackern und anderen Beteiligten eine Spezifikation festzulegen. Hier kann ein unabhängiger Dritter wie das OFI nicht nur beratend zur Seite stehen, sondern die Parameter auch überprüfen. So hat man sich gemeinsam eine Qualitätsgrundlage geschaffen, und ist so für etwaige Streitfälle, die gerade in Zusammenhang mit Qualitätsmängeln häufig vorkommen, gut gerüstet.

Wer Schadensfälle nachhaltig vermeiden will, kann ein Monitoring beauftragen. In festgelegten Abständen werden dann Chargenvergleiche durchgeführt. So kann kleinsten Abweichungen rasch nachgegangen werden – im Idealfall bevor daraus Qualitätseinbußen entstehen.

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ÜBER DEN AUTOR

Michael Washüttl

Michael Washüttl OFI | Austropack | (c) OFI/Michael Pyerin

Michael Washüttl verantwortet am OFI den Bereich Verpackung & Lebensmittel. Seit über 15 Jahren vertrauen Kunden auf seine Expertise bei der Prüfung bestehender und der Entwicklung neuer Verpackungen.


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